Wanderung: Drei-Seen-Tour

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Am anderen Ufer des Schluchsees, jenseits der Staumauer, steht ein Holzhaus in dem Fahrräder zum Verleih angeboten werden.

Fahrradverleih ist hier bestimmt ein beliebtes Angebot, denn hier gibt es trotz der hohen Lage eine Menge flacher, breiter Wege, auf denen man prima radeln kann.

Und dann beginnt auch schon der breite Wanderweg, der am Seeufer entlang führt.

Auf dem Bild einer der wenigen Augenblicke, in denen der Weg vor mir nicht von anderen Wanderern oder Radfahrern gefüllt ist.

Der sonnige Spätsommer-Tag zieht offenbar viele Menschen in die raue Natur des Schluchsees.

Trotz der vielen Bäume, die das Ufer säumen, hat man immer wieder herrliche Blicke auf den Schluchsee.

Von hier aus sieht man auf das andere Ufer, wo die Strasse verläuft und die Eisenbahnlinie, auf der ich angekommen bin.

Vor einem dunklen Fels steht ein Hasenlattich, der inzwischen verblüht ist und die für Korbblütler so typischen "Pusteblumen" gebildet hat.

Von der Sonne angeleuchtet bilden diese kleinen, weissen Büschel einen interessanten Kontrast zum dunklen Fels.

Die Brombeeren brauchen offenbar auch noch ein paar warme Tage, denn sie sind noch nicht einmal reif.

Andernorts sind die Brombeeren schon seit Wochen und Monaten reif, aber hier in der Höhe brauchen sie wohl etwas länger.

Die Weidenröschen hingegen haben ihren Höhepunkt schon deutlich überschritten und hüllen sich in feinste Wolle.

Ihre Samen sind mit einer Art Flugwolle verbunden, ähnlich wie das Prinzip der Pusteblumen, nur dass es ganz anders aussieht.

Allmählich bin ich bis auf die Höhe vom Ort Schluchsee gelaufen und habe einen guten Blick auf die Ortschaft am anderen Seeufer.

Hinter dem Ort Schluchsee steht ein Berg namens Riesenbühl mit einem Aussichtsturm auf der Spitze der Kuppe.

Von dort aus hat man bestimmt eine tolle Aussicht über den Schluchsee.

Überall begleiten mich die leuchtenden Beeren der Eberesche (Vogelbeere).

Leider zeigt auch dieses Foto nicht, mit welcher Rotkraft die Beeren leuchten.

An einem Heidelbeer-Hang schimmern viele dichte Spinnweben zwischen den kleinen Sträuchern im Licht. Wassertropfen haben sich in den Netzen verfangen und verstärken den optischen Effekt.

Die Spinnennetze sehen fast aus wie kleine Hängematten.

Ob es vielleicht die Betten von Kobolden sind?

Unterwegs komme ich an einem schmucklosen, grünlichen Kastenbau vorbei.

Es handelt sich offenbar um die Entnahmestelle für das Schluchsee-Wasser.

Das versetzt mich in Erstaunen, denn ich hatte bisher gedacht, dass das Kraftwerk des Schluchsees an der Staumauer ist. Aber da habe ich wohl nicht genau genug hingeschaut und mich auch nicht ausreichend informiert. Jetzt weiss ich es besser.

Das Wasser des Sees wird hier an der Entnahmestelle im unteren Bereich des Sees durch Rohre erst ein Stückchen leicht geneigt und dann ganz steil in einen weiteren kleinen See geleitet. Auf der steilen Strecke wird der Strom produziert.

Das Ganze wiederholt sich noch zwei Mal, bis das Wasser unten im Hochrhein ankommt, sodass das Schluchseewasser insgesamt dreimal als Stromproduzent arbeitet.

Damit aber noch nicht genug, denn wenn gerade wenig Strom gebraucht, aber woanders viel produziert wird, wird Wasser vom Rhein bis in den Schluchsee hochgepumpt. Bei verstärktem Strombedarf, beispielsweise im Winter, fliesst das Wasser dann zurück in den Rhein und produziert auf die Schnelle eine Menge Strom.

 

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