Schwarzwald-Wanderung: Naturlehrpfad Feldberg

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Hier beginnt ein Bereich voller Heidelbeeren.

Die Heidelbeer-Büsche bedecken einen grossen Teil des Bodens.

Am Wegrand sind die Beeren häufig schon weitgehend geerntet, was wohl in der Natur der Sache liegt.

Aber schon ein bis zwei Meter vom Weg entfernt, sieht man ganze Scharen von blauschwarzen Beeren an den Büschen hängen.

Wie mir auch schon letztes Jahr aufgefallen war, sind die Skabiosen hier besonders schön.

Ob ihnen das raue Klima so gut bekommt?

Über ein kleines Moor führt ein verwinkeltet, schmaler Holzsteg.

Vom Steg aus kann man aus direkter Nähe die Moorpflanzen bewundern.

Hier wächst zum Beispiel das Sumpf-Herzblatt.

Das Sumpf-Herzblatt ist eine hübsche Blume, die ein wenig an Hahnenfussgewächse erinnert, aber zu einer eigenen Pflanzenfamilie gehört.

Am Wegrand sehe ich auch Enzianblätter, die schon etwas durchlöchert sind.

Für die Enzianblüte komme ich wohl leider zu spät.

Ein Grund mehr, auch mal früher im Jahr hierher zu kommen.

Im hintersten Einschnitt des Zastler-Tals, über dem sogenannten Zastler Loch erreiche ich einen kleinen Wasserfall.

Auf einer Holzbrücke kann ich den dazugehörigen Bach überqueren.

Da ich meine Wasservorräte schon teilweise geleert habe, kletter ich ein paar Schritte runter zum Wasserfallbecken und fülle meine Wasserflasche nach.

Mhm, das eiskalte Wasser ist superköstlich.

Ich trinke gleich vor Ort etliche Schlucke und fülle die Flasche noch einmal nach.

Kurz darauf entdecke ich eine Ziege, die an einem Baumschößling zerrt, vermutlich, um ihn aufzuessen.

Als ich näher komme, sehe ich nicht nur einen Zaun, sondern auch noch jede Menge andere Ziegen, die es sich unter Bäumen gemütlich gemacht haben.

Am Wegrand steht ein einsamer Alpen-Milchlattich, der noch blüht, wenn auch nur mit einer einzelnen Blüte.

Die anderen Alpen-Milchlattiche, die ich unterwegse sehe, sind alle schon verblüht.

Ziemlich unspektakulär wirkt der eisenhutblättrige Hahnenfuss.

Die Blätter erinnern ein wenig an die Giftpflanze Eisenhut, die ja immerhin zur gleichen Familie gehört.

Die weissen Blüten sehen fast aus wie besonders kleine Erdbeerblüten.

Trotz des unscheinbaren Aussehens handelt es sich bei dieser Pflanze um eine seltene Art, die wohl nur in Gebirgen wächst.

Dieser besonders steile Hang des Feldbergs wird "Osterrain" genannt.

Hier liegt oft bis in den Juni hinein Schnee, weil der Hang nach Norden ausgerichtet ist und daher nicht so viel von der Sonne beschienen wird.

Im Winter gibt es hier Bahnen, auf denen zahlreiche Lawinen runtergehen und Bereiche, in denen sich Fichten halten und entwickeln konnten.

Daher wechseln sich fichtenlose Streifen mit Baumstreifen ab.

In den nahezu kahlen Streifen können sich immerhin Ebereschen halten, denen Schneedruck und Lawinen nicht viel ausmachen.

Nach einer steilen Bergauf-Strecke erreiche ich schliesslich die Baumgrenze und die Wiese der Feldberg-Kuppe.
Gleich am Anfang des Wiesen-Bereiches begrüsst mich eine Arnika, deren beste Tage leider auch schon vorbei sind.

Dennoch freue ich mich sehr, hier die Arnika zu finden.

Bisher hatte ich wilde Arnika nur in den Vogesen gesehen.

 

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